Fahrzeuge in Deutschland müssen alle 2 Jahre über eine Hauptuntersuchung (TÜV) auf ihre Verkehrstauglichkeit geprüft werden. Wie ist die Sachlage bei abgelaufenem TÜV? Welches Bußgeld ist zu erwarten? Welche Konsequenzen sind zu befürchten?

Auto ohne TÜV – Bußgeld?

Die TÜV-Plakette zeigt einen abgelaufenen Monat an: Dem Fahrzeughalter drohen zunächst Bußgelder und Punkte in Flensburg. Entscheidend ist dabei die abgelaufene Zet. Für Autos bzw. Krafträder ist ein Zeitraum von 2 Monaten unproblematisch, da in der Regel eine Überschreitung des TÜV/HU-Termins nicht geahndet wird. Im Rahmen von 2 bis 4 Monaten wird ein Bußgeld von 15€, von 4 bis 8 Monaten ein Bußgeld von 25€, über 8 Monate 40€ und darüber hinaus 2 Punkte in Flensburg verhängt.

Zwei Monate Zeitvorteil für die nächste HU?

Für ein Auto ohne TÜV können die 2 Monate als Übergangszeit genutzt werden, um die nächste HU hinauszuzögern – leider nein, die kommende HU wird genau 2 Jahre nach Fälligkeit der letzten HU fixiert (Monat).

Versicherungsschutz

Ein Unfall nach Ablauf der HU würde ein Problem mit der Haftpflichtversicherung bedeuten.
Die Versicherung prüft den Zustand des Fahrzeugs nach dem Unfall. Eine mögliche Verkehrsuntauglichkeit des Fahrzeugs führt zwangsläufig zu Regressansprüchen der Versicherung.